

Projekt mit Kindern der französischen Abteilung der Deutsch-Französischen Grundschule Stuttgart-Sillenbuch

Ende Oktober, vom 24. bis 28.10.22, organisieren wir in der Deutsch-Französischen Grundschule Stuttgart-Sillenbuch eine 5-tägige Werkstatt/Atelier zum französischen Bilderbuch „Le journal de Blumka“ (Blumkas Tagebuch). Geleitet wird der Workshop von der Klassenlehrerin Lisbeth Godelu der 1. Klasse der französischen Abteilung mit den Schauspielerinnen und Regisseurinnen Elsa Saladin von der Cie Ètoile & Compagnie und Aude Macé aus Paris sowie der polnischen Kunstlehrerin Elzbieta Mulas aus Stuttgart-Obertürkheim.
Die französischen Künstlerinnen haben dieses Atelier bereits mehrmals in Frankreich und in den frz. Überseegebieten mit Kindern verschiedenen Alters erfolgreich durchgeführt und eine Auszeichnung für ihr pädagogisches Projekt bekommen.
Le journal de Blumka ist ein Bilderbuch der polnischen Schriftstellerin und Illustratorin Iwona Chmielewska. Es ist dem polnischen Kinderarzt und Pädagogen Janusz Korczak und den Kindern seines Waisenhauses in Warschau gewidmet, die er betreut hat. Korczaks Pädagogik war durch große Empathie für Kinder und ein demokratisches Verständnis von Erziehung geprägt.
1942 wurden die Kinder des Waisenhauses, das Korczak leitete, von den deutschen Besatzern in ein Vernichtungslager deportiert. Korczak begleitete sie, obwohl er wusste, dass das auch für ihn den Tod bedeutete.

Das Ziel der Ateliers ist es, den Schüler*innen durch spielerische Selbsterfahrung einen besseren Zugang zu sich selbst und zu Theaterspiel und Poesie zu verschaffen sowie ihr Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu stärken. Die Schülerinnen und Schüler nähern sich diesen Zielen durch Sprechen, Malen und schließlich durch ein szenisches Spiel.
Beeindruckend war auch, was Ende Oktober die Erstklässler der französischen Abteilung der Deutsch-Französischen Grundschule Stuttgart-Sillenbuch zum Bilderbuch „Le journal de Blumka - Blumkas Tagebuch“ in einem einwöchigen Workshop/Atelier auf die Beine gestellt haben. In dem Buch geht es um den polnischen Kinderarzt und Pädagogen Janusz Korczak und das Leben der Kinder im von ihm gegründeten Waisenhaus in Warschau. Korczaks Pädagogik war durch ein demokratisches Verständnis von Erziehung geprägt. 1942 wurden die Kinder seines Waisenhauses von den deutschen Besatzern in ein Vernichtungslager deportiert. Korczak begleitete sie, obwohl er wusste, dass es auch für ihn den Tod bedeutete.

Die Schülerinnen und Schüler aus Sillenbuch malten und spielten am Ende des Workshops kleine Szenen zur Geschichte der Kinder des Waisenhauses vor einem Publikum der Eltern sowie einer Parallelklasse. Sie lernten so sich und ihre Fähigkeiten besser kennen.
Von 31.05 bis 03.06.22 fahren Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart, Tübingen und Darmstadt zum Gegenbesuch nach Frankreich in die Provinz Béarn, wo sich das Internierungslager Gurs befand. Sie treffen die französischen Jugendlichen wieder, die im Herbst 2021 in Stuttgart und Tübingen waren. Gemeinsam besuchen sie das Lager Gurs und setzen ihre Diskussionen fort.
Welche Spuren hinterlässt das Leiden und der ungerechte Tod der tausenden Unschuldigen von Gurs? Welche Lehren ziehen wir aus diesen Ereignissen? Und werden wir in der Lage sein zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt? Wie soll die Zukunft der Erinnerung gestaltet werden?
Link zum Bericht des Gymnasiums
Film: „Journal de Gurs: Wie wir erinnern wollen“
Kooperationsprojekt: FDFK – Château d’Orion – Freundeskreis Château d’Orion.
Kooperationspartner:

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Theatralische Lesung für Kinder ab 8 Jahren
Sprache: französisch
Wann: Freitag, 25. März 2022, ab 15 Uhr
Wo: Institut français Stuttgart, Schlossstraße 51
Eintritt: frei, Spende möglich
Was macht einen Held? In „die Legende der Jahrhunderte“ (la légende des siècles), Victor Hugo erforscht für uns gleichzeitig die Geschichte, die Mythologie und die Religion: Superhelden und Monster, Sklaven und Tyrannen, Waisenkinder und arme Fischer, oder sogar Gott und Satan! Überall der Kampf von Gut gegen Böse ermöglicht einer anderen Art von Heldentum zu erscheinen, und falls die Guten manchmal dabei sterben, gewinnen sie immer auf ihre Weise…
Nicolas Rist liest und spielt alle Figuren der vielfältigen Gedichten und die Kinder sollen herausfinden, welche davon der Held ist und warum.
Kooperationspartner:

Le mariage de Roland

Aide offerte à Majorien, prétendant à l'Empire
Im September 2021 trafen sich Schülerinnen und Schüler aus der Gegend von Gurs und aus Darmstadt, Tübingen und Stuttgart. Sie besuchten unter anderem die Euthanasie-Gedenkstätte in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, sahen gemeinsam eine Film-Dokumentation und erlebten ein Gesprächskonzert in Tübingen mit Lena Spohn, Mezzo Sopran und Mélina Burlaud am Klavier, in dem es um Arbeit und Leben von Künstlern ging, die in Gurs interniert waren.
Im großen Kursal in Stuttgart Bad Cannstatt konnten am 17. September Erwachsene das Gesprächskonzert „Kunst im Lager Gurs - der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht“ erleben. Die deutsch-französische Musikerin Mélina Burlaud hat Texte und Kompositionen aus der Lagerzeit gesammelt.
Gemeinsam mit der bekannten Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager gestaltete sie einen berührenden Abend. Der Historiker Roland Paul führte in das Thema ein.
Link zum Bericht des Gymnasiums
Deutsch-französische Jugendbegegnung und musikalische Darbietungen von Kompositionen aus Gurs, sowie Spurensuche und Interviews in Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe, Freiburg und Darmstadt.
Wann: vom 13. bis 15. September 2021
Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung von Gurs (Région Nouvelle Aquitaine), aus Stuttgart, Tübingen und Darmstadt begegnen sich. Auf dem Programm stehen eine Fahrt zur Euthanasie-Gedenkstätte in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, eine Besichtigung des in der Nähe gelegenen baden-württembergischen Gestüts Marbach und eine Stadtrundfahrt durch Stuttgart auf den Spuren jüdischen Lebens. Schließlich treffen die Jugendlichen noch die Stuttgarter Autorin Iris Lemanczyk und sprechen mit ihr über ihr Buch „Brennnessel-Haut“. Darin wird eine wahre Geschichte aus Nazi-Deutschland erzählt: Der deutsche Junge Heiner und der Sinto-Jugendliche Kajetan werden Freunde.
Kooperationspartner:

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Am 5. und 6. Juni 2019 waren wir im Neuen Gymnasium Leibniz in Stuttgart Feuerbach.
Diese Veranstaltungen werden im Rahmen der Kulturellen Bildung vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart unterstützt.
In Zusammenarbeit mit dem Pariser Verein Champs Mêlés wurde dort die französischsprachige Performance Les deux Agathe, Haine et résistance – Souvenirs d’hier et d’aujourd‘hui erneut aufgeführt: Die zwei Agathen, Hass und Widerstand, Erinnerungen an Gestern und Heute.
Autorin und alleinige Darstellerin ist die Schauspielerin und Regisseurin Simone Rist, die Vorsitzende unseres Vereins. Sie erzählt darin die Geschichte eines kleinen Mädchens, dessen Vater in der Résistance ist und von den deutschen Besatzern am Ende des zweiten Weltkriegs getötet wird. Agathe wird von wildem Hass überwältigt, aber es gelingt ihr, diesen Hass im Laufe ihres Lebens zu überwinden.