


Wir sind zurzeit in den Vorbereitungen für ein zweisprachiges Schultheaterprojekt mit der Deutsch-Französischen Grundschule Stuttgart-Sillenbuch.
Dieses Projekt wird mit zwei Lehrerinnen, je eine aus der deutschen und der französischen Abteilung, einer Kunstpädagogin und einer Theaterpädagogin sowie mit der Musikpädagogin Ursula Branscheid-Kouyaté, und den afrikanischen Musikern Kandara Diebaté und Mamadi Kouyaté geplant und durchgeführt.
In diesem 5-tägigen Projekt werden die Schüler der 3. Klassen, ihr eigenes Märchen-Theaterstück schreiben, gestalten und spielen.
Musik und Märchen verbinden alle Kulturen
Wann: Sonntag, 11. Oktober 2026, 11:00 - ca. 12:30 Uhr (mit Pause)
Wo: Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart-Mitte (U-Bahn Liederhalle)
Eintritt: 15€, Grundschüler: 5€
Die Plätze sind auf ca. 60 begrenzt, Reservierung unter
Ursula Branscheid-Kouyaté erzählt afrikanische Märchen auf Deutsch und Französisch, begleitet von ihren Musikern: Kandara Diebaté von Senegal (Kora: afrikanische Harfe) und Mamadi Kouyaté von Mali/Guinea (Balafon: afrikanische Marimba).
Märchen: z.B.
| Der Affe, der König der Tiere werden wollte | Mali Sadjo, l’hippopotame |
| Der Mann, der auf seine Frau hören sollte | La princesse vaniteuse |
| Hase und Hyäne zu Besuch beim Löwen | La hyène et les filles courageuses |
| Der Zaubervogel (Nelson Mandela) |
Für Kinder und Erwachsene:
Da die Kinder nicht so lange stillsitzen können, singen wir zwischendrin Mitmach-Lieder über Afrika. Dabei lernen die Kinder spielerisch etwas über die Geografie oder die Rohstoffe Afrikas.
Analyse/Raten:
Alle Märchen haben ein Pendant bei den deutschen oder französischen Märchen. Wir raten mit den Kindern und Erwachsenen, welchem Grimm’schen Märchen das afrikanische entspricht.
Denn da die Wünsche, Fantasien und Hoffnungen aller Menschen gleich sind, entstanden immer wieder gleiche Märchen-Motive. Märchen dienen somit der Völkerverständigung und beugen Rassismus vor.

Im Herbst möchten wir gern wieder ein Theater-Atelier an der Deutsch-Französischen Grundschule in Stuttgart-Sillenbuch initiieren.
Die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der deutschen und der französischen Abteilung sollen am Beispiel eines afrikanischen Märchens ein eigenes Märchen erfinden.
Das heißt, sie müssen das Märchen in sogenannten Ateliers/Workshops unter der Anleitung von künstlerischem und pädagogischem Fachpersonal in Form eines Textes mit verteilten Rollen entwickeln, dazu Musik und Tanzeinlagen einüben, Bühnenbilder malen und das Ganze dann proben bis zur Aufführung.
Während ihrer Arbeit werden die Kinder erleben, dass die afrikanischen Märchen den französischen und deutschen Märchen ähneln, die sie schon kennen. Und sie werden so erfahren, dass es eine große Weltkultur gibt.
Dieses Projekt können wir allerdings nur verwirklichen, wenn es neben der Unterstützung durch den Förderverein der Deutsch-Französischen Grundschule, auch der Landesverband Amateurtheater-BW unterstützt – der Antrag ist gestellt, eine Antwort des Landesverbands steht noch aus.
Jeux de plateaux

Quand: Dimanche 26 Avril 2026, 14 Uhr
Où: Bistro Einstein, Wilhelmsplatz 5, 70182 Stuttgart
Entrée: libre
Retrouvons-nous au bistrot pour jouer en français à des jeux de plateau.
Chacun est libre d'apporter ses jeux préférés.
Treffen wir uns entspannt im Bistro um Brettspiele auf Französisch zu spielen.
Jeder kann seine Lieblingsspiele mitbringen.
Im Rahmen der französischen Woche hat unser Vereinsmitglied Nicolas Rist einen Nachmittag mit Brettspielen auf Französisch organisiert. Dieser Spielenachmittag im Bistro Einstein erfreute sich wieder großer Beliebtheit.
Rund die Hälfte der Weltbevölkerung ist zweisprachig oder mehrsprachig. Für Millionen Menschen gehört Zweisprachigkeit zum Alltag. In Europa merken wir auch, dass die Kontakte unterschiedlicher Kulturen und Sprachen zur Normalität gehören.
Nehmen wir das Beispiel Frankreich, wo die sprachliche Vielfalt beträchtlich ist: Jeder vierte Erwachsene hat mit der Mutter oder dem Vater eine andere Sprache als Französisch gesprochen. Das heißt jedoch nicht, dass diese Sprache überlebt und weitergegeben wird. Zahlen aus verschiedenen Umfragen beweisen es deutlich: 26% der Erwachsenen haben eine andere Sprache als Französisch in der Kindheit gehört und gesprochen, jedoch nur 9% geben diese Sprache an ihre Kinder weiter.
Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Eine konsequente Zweisprachigkeit verlangt Aufmerksamkeit und Ausdauer. Nehmen wir konkrete Beispiele in Stuttgart in deutsch-französischen Familien: Nach dem Partnerprinzip können die Eltern mit dem Kind ihre jeweilige Sprache sprechen und somit ihre sprachliche Identität wahren.
Jedoch wird eine der Sprachen irgendwann die starke Sprache werden, sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie dem Kindergarten, der Schule aufwächst.
Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen?
Wie kann dann die schwächere Sprache gefördert werden?
Was bedeuten die Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs?
Warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab?
Welche Auswirkungen hat die Zweisprachigkeit auf die schulische Entwicklung der Kinder?
So viele Fragen und so viele Herausforderungen für die Kinder und die Eltern!
Sie sind das Thema unseres nächsten Salons am 6. Juli. Wir werden mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ über die Thematik „Mit zwei Sprachen groß werden“ diskutieren.
Kindliche Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Das war das Thema unseres Salons am 6. Juli. Sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie zum Beispiel dem Kindergarten ist, wird eine Sprachen die starke Sprache. Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen? Was bedeuten Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs und warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab? Darüber wurde mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ angeregt diskutiert.