

Nach den schwierigen Jahre 2020 und 21 konnten wir in diesem Jahr glücklicherweise wieder Veranstaltungen anbieten. Und unser Publikum hat uns die Treue gehalten – erst zögernd peu à peu, aber dann doch wieder fast wir vor der Pandemie.
Ein Erfolg war das Theaterstück Mamoundé – Ich gehe von Ida Kassiekpo Schmidt von der Stuttgarter Compagnie Afrik‘atchinzon, das im Theater tri-bühne im Rahmen der Französischen Wochen aufgeführt wurde. Darin geht es um einen jungen Mann und seine Mutter, der aus Afrika nach Europa emigriert, und dabei leidvolle Erfahrungen macht.
Abschließendes Statement der Künstler: Mit diesem Stück wollen wir die Zuschauer in Deutschland und Europa, und unsere jungen Brüder in Afrika für den Verlust und die Betrübnis sensibilisieren, die sie sich selbst und Afrika auferlegen. Mamoundé – Geh nicht!
Schauspiel/ Tanz/ Musik
präsentiert in Zusammenarbeit mit Afrik’Atchinzon
Wann: Mittwoch, 16. März 2022, 20:00 bis 21:30 Uhr
Wo: Theater tri-bühne, Eberhardstr. 61a, 70173
Eintritt: 17€/ erm. 10€ / www.tri-buehne.de / www.reservix.de / 0711-236 46 10
Nach der Vorstellung gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Künstlern.
In der Hoffnung auf ein besseres Leben verlässt der junge Künstler Dégnan den Halt der Heimat Afrika und tritt eine gefährliche Reise nach Europa an. Das neue Leben bedeutet aber zunächst Gefangenschaft in einem Auffanglager für Flüchtlinge. Es folgt ein Dasein als Geduldeter, in der Ungewissheit, ob er bleiben darf. Seine Bildung, sein sozialer Status in Afrika spielt in der europäischen Gesellschaft keine Rolle. Anspruchslose Aushilfsjobs halten ihn über Wasser. Die Welt um ihn herum ist ihm fremd, und er ist dieser Welt fremd. Hat er alles riskiert um nichts zu bekommen?
Auf der anderen Seite Dégnans Mutter. „Mamoundé!“ sagt sie, „Geh nicht!“ Aber darf/kann sie ihn aufhalten? Was, wenn in Europa wirklich eine bessere Zukunft auf ihn wartet? Vielleicht wird er sogar die Familie in Afrika unterstützen können? Sie hilft ihm schließlich bei seiner Flucht, gequält von Angst, Sehnsucht und Zweifel. Wie wird es ihm ergehen? Wird sie ihren Sohn wiedersehen? Was wird aus ihr, die alt und verlassen zurückbleibt? Nicht nur Dégnans Mutter, ein ganzes Dorf, ein Land, ein ganzer Kontinent, Mutter Afrika verliert ihre Kinder, entbehrt die kräftigen Hände der Jugend und damit die Perspektive auf einen Wandel in der eigenen Gesellschaft.
Das Stück vereint modernes, deutschsprachiges Theater, aktuelle, gesellschaftlich und politisch relevante Inhalte und zeitgenössischen Tanz mit afrikanischer kultureller Prägung fernab folkloristischer Darbietung.
Liebe Freunde der Kultur und unseres Nachbarlands Frankreich,
Wir freuen uns diese Beiden auf eine für uns neue Art verbinden zu können, und zwar durch einen Theaterkurs auf Französisch für Amateure, der von unserem Mitglied Nicolas Rist angeboten wird.
Noch besser: Es ist die erste Kooperation mit der VHS Stuttgart, der Veranstalter, ein großer Schritt für unseren Verein.
Die Kurse starten Mitte Februar am Rotebühlplatz und wir würden uns freuen, Sie für dieses Abenteuer zu gewinnen.
Einzelheiten und Anmeldung können Sie hier finden: Cours de théâtre amateur en français
Organisation:
Kooperationspartner:
Seit Mitte Februar 2022 bietet Nicolas Rist einen Theaterworkshop in französischer Sprache in der Volkshochschule Stuttgart an.
Schon vor 100 Jahren hat der russische Schauspieler Konstantin Sergejewitsch Stanislawski das Theater für die Moderne geöffnet. Seine Prinzipien waren: Fühlen, Ausdrücken, Verkörpern. Angeboten werden spielerische Übungen und gezielte Improvisationen. Am Schluss des Kurses werden die Teilnehmer ein Stück aufführen, das auf Improvisation beruht.

Wann: Sonntag, 25. Oktober 2020, von 15 bis 17 Uhr
Wo: Linden-Museum-Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart
Eintritt: 8€ (Erm. 5€)
Anmeldung: Tel.: 07112022444,
Due Erzählerin Odile Néri-Kaiser gibt Einblick in das Leben, Werk und Erbe des berühmten Ethnologen Amadou Hamparhe-Bâ, dem großen Botschafter der mündlichen Erzähltraditionen Westafrikas.
Die Botschaft des Ethnologen, Philologen, Philosophen, Diplomaten, Schriftstellers, Weisen und Erzählers ist bis heute aktuell.
Note: Die 19. Auflage der Französischen Wochen im Großraum Stuttgart ursprünglich geplant vom 18.-29. März 2020 findet nun umständehalber in beiden Jahren 2020-2021 statt.
Organisation:
Kooperationspartner:
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Am 28. Oktober 2018 jährte sich der Geburtstag des russischen Schriftstellers Iwan Turgeniew zum 200. Mal. Aus diesem Anlass präsentierten wir im Kulturwerk im Stuttgarter Osten dieses Theaterstück von Simone Rist auch in Kooperation mit Champs Mêlés im Rahmen der französischen Wochen.



Der russische Schriftsteller Iwan Turgeniew stammte aus einer Adelsfamilie und lebte vor allem in Frankreich, aber auch lange Zeit in Deutschland. Die Vorfahren des berühmteren Anton Tschechow waren Leibeigne, er hat Russland nur selten verlassen. Simone Rists Stück beschreibt ein fiktionales Treffen der beiden verschiedenen Dichter; in Wirklichkeit sind sie sich nie begegnet.
Die Autorin schreibt zu ihrem Stück: „Der 200. Geburtstag von Turgenjew berührt mich besonders, da mein russischer Vorfahr, Alexander Herzen, ein großer Freund des europäischen Humanisten Turgenjew war. Ich möchte Turgenjew die Anerkennung zukommen lassen, die er verdient hat. Durch die fiktionale Begegnung dieser zwei großen russischen Schriftsteller möchte ich ihre Wünsche, Freuden und Enttäuschungen, ihre Leiden, ihren Zorn und ihre Leidenschaft ins Gedächtnis rufen.“
Dramatische Fantasie von und inszeniert von Simone Rist
aus Anlass des 200. Geburtstags des russischen Schriftstellers Iwan Turgeniew
im Rahmen der Französischen Wochen 2018
in Kooperation mit Champs Mêlés/Compagnie Simone Rist
Wann: Dienstag 9. Oktober 2018, 20:30 Uhr
Wo: Kulturwerk, Ostendstr.106A, Stuttgart-Ost (ÖPNV: U4, Bus 40, 42, 45)
Sprache: auf Französisch, mit deutschen Texten übertitelt
Eintritt: 14€, 10€ ermässigt
Reservierung:
Tel: 0711 480 6545
Mail:
Der russische Schriftsteller Iwan Turgeniew war einer der ersten, der die alltäglichen Nöte und Ängste der russischen Gesellschaft beschrieb. Außerdem war er ein europäischer Humanist. Er lebte in Russland, Frankreich und lange Zeit in Deutschland, in Baden-Baden. Seine Nachbarin dort war Pauline Viardot, eine berühmte Sängerin und intime Freundin Turgeniews.
Im Jenseits begegnet er dem viel jüngeren, berühmten, russischen Theaterautor Anton Tschechow und findet dort auch Pauline Viardot wieder.
Simone Rists Stück „Tschechow und Turgeniew“ beschreibt ein imaginäres Treffen der beiden Dichter. In Wirklichkeit sind sie sich nie begegnet.
Theater-Fantasie in Form einer Performance für einen Schauspieler, eine Tänzerin und eine Sprecherin
Die Theater-Fantasie „Das Boot, die Woge und der Lotse“ erzählt die Begegnung Alexander Herzens mit Marianne, der Allegorie der Freiheit, Symbol der Republik. Gemeinsam erleben sie den „Frühling der Völker“, die Niederlage der Revolution und ihre Vereitelung durch den Polizeistaat. Marianne wird die treue Freundin, die ihn in seiner Suche nach Freiheit, Demokratie und Frieden unterstützt.
Die Texte, die die Grundlage der Performance bilden, sind Auszüge aus den Werken „Vom anderen Ufer“ und „Briefe aus Frankreich und Italien“ von Alexander Herzen. Simone Rist hat daraus eine kunstvolle Collage gemacht, unter Hinzufügung einiger kurzer Texte aus ihrer eigenen Feder. Die Inszenierung verbindet den Tanz mit dem theatralischen Spiel. Diese beiden künstlerischen Ausdrucksweisen verflechten sich mit dem gesprochenen Wort, unterstützen es und führen es zu einer noch größeren Ausdruckskraft.