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Rundbrief 6: Oktober 2019

FDFK-Rundbrief Oktober 2019 - Nr 06

  • Kino in Deutschland und Frankreich, und das deutsch-französische Kino

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Details
Thema: Rundbriefe
Inhaltsverzeichnis:
  • Fakten: Kino in Deutschland und Frankreich, und das deutsch-französische Kino

Salon: Ungleicher Wettbewerb: der französische und der deutsche Film


  • Bericht - Postkarte: Stottert der deutsch-französische Motor?

Ungleicher Wettbewerb – Der französische und der deutsche Film

Details
Thema: Heutzutage: Fr., De., EU
  • Podiumsdiskussion - Salon
  • November 2019

Salon in Kooperation mit den französischen Filmtagen Tübingen-Stuttgart

Wann: Sonntag, 3. November 2019, 11 bis 13 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden


Im Kooperation mit den französischen Filmtagen wird diesmal unser Salon der großen Leinwand gewidmet, und zwar als Podiumsdiskussion über die Unterschiede zwischen der Kinoindustrie in Deutschland und in Frankreich.

Worin unterscheiden sich Produktion, Organisation und Förderung in den beiden Ländern?
Was sind die Vorteile und was die Nachteile der beiden Modelle?

Auf dem Podium:
- Christopher Buchholz:
Leiter der Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart
- Denis Dercourt: Regisseur, der die unterschiedlichen Produktionsbedingungen in Frankreich und Deutschland sehr gut kennt
- Tom Dercourt: Produzent
- Anna-Luise Dietzel: Producerin der Filmtank GmbH Ludwigsburg. Sie befasst sich vor allem mit deutsch-französischen Koproduktionen.

Moderation: Ralf Kröner, Förderverein Deutsch-Französischer Kultur


Kooperationspartner:


  • Rundbrief Nr 06
  • Bericht/Postkarte: Der französische und der deutsche Film
  • Fakten: Kino in Deutschland und Frankreich, und das deutsch-französische Kino

Kino in Deutschland und Frankreich, und das deutsch-französische Kino

Details
Thema: Heutzutage: Fr., De., EU
  • Fakten
  • Oktober 2019

Zusammenfassung eines Artikels auf der Website http://www.deutschland-frankreich.diplo.de, die vom deutschen Auswärtigen Amt und dem französischen Ministère des Affaires étrangères herausgegeben wird.

Der Blick auf das Nachbarland im Kino und die Geschichte der cineastischen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich haben eine lange und reiche Tradition: Truffauts „Jules und Jim“ etwa, die vor dem ersten Weltkrieg in den deutschen Schwarzwald flüchten, oder Volker Schlöndorffs Verfilmung von Marcel Prousts „Un amour de Swan“.

Diese Tradition spiegelt sich auch in zahlreichen Abkommen, Institutionen und Festivals wider: 1990 wurde der deutsch-französische Fernsehsender ARTE gegründet, im Jahr 2000 die deutsch-französische Filmakademie von Gerhard Schröder und Jacques Chirac ins Leben gerufen und 2001 das deutsch-französische Filmabkommen unterzeichnet.


Die Zahlen

(zusammengestellt von der deutsch-französischen Filmakademie für das Jahr 2017: https://www.das-rendez-vous.org/filmakademie/ )

Dass in Frankreich das Kino, und vor allem das französische Kino, eine größere Rolle spielt als das Kino in Deutschland, zeigt ein Blick in die Statistik:

  Frankreich Deutschland
Einwohner 67,2 Mio 82,5 Mio
Kinobesucher 209,4 Mio 122,3 Mio
Kinobesuch pro Einwohner 3,26 1,48
Durchschnittliche Eintrittspreise 6,59 € 8,63 €
Erstaufführungen (Spielfilme) 693 509
davon Spielfilme des Landes 359 141
Marktanteil französischer Filme 37,4% 23,9%
Marktanteil US-amerikanischer Filme 49,2% 64,90%
Deutsch-französische Koproduktionen 24 17

In Frankreich findet jährlich das renommierteste aller Festivals statt, das Filmfestival in Cannes, und französische Filme finden auch regelmäßig auf anderen Filmmärkten Beachtung. Auch in Deutschland ist das französische Kino eine echte Alternative zum Kino aus Hollywood.

Dennoch kann auch Deutschland von einem verstärkten cineastischen Austausch profitieren. Seit gut zwanzig Jahren erlebt das deutsche Kino einen Aufschwung. Deutliches Zeichen ist die wachsende Beliebtheit des Filmfestivals Berlinale, die sich zum Filmfestival mit den weltweit meisten Besuchern entwickelt hat.


Filmförderung und Koproduktionen

Am 30. November 1999 betonte der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder in einer Rede vor der Französischen Nationalversammlung die Wichtigkeit einer „kulturellen Selbstbehauptung Europas“.

Er sagte: „In der Filmindustrie, in der unsere Länder auf eine große Tradition zurückblicken, ist dies besonders deutlich. Wir sollten in diesem Bereich unsere Ressourcen, unsere Talente und unsere Phantasie bündeln.“

Eine der wichtigsten Aufgaben der Deutsch-französischen Filmakademie war die Erweiterung der bisherigen Abkommen zur Förderung deutsch-französischer Koproduktionen.

Während zwischen 1994 und 1999 jährlich zwischen einem und fünf Filme koproduziert wurden, stieg die Anzahl nach der Unterzeichnung des Abkommens sprunghaft an. Vertreten sind dabei sowohl aufwändige Großproduktionen als auch kleinere Produktionen mit einem Volumen von bis zu 4 Millionen Euro, die etwa 70 Prozent der Förderungen ausmachen.

Die verstärkte Zusammenarbeit französischer und deutscher Filmemacher führte auch zur Schaffung eines gemeinsamen Studiengangs

  • der Filmhochschule Ludwigsburg (Filmakademie Baden-Württemberg)
  • und der Filmhochschule La Fémis in Paris

im Atelier Ludwigsburg-Paris https://www.atelier-ludwigsburg-paris.com/de/programm.

Seit 2001 absolvieren jedes Jahr 18 Teilnehmer das einjährige Postgraduate-Programm, die entstandenen Kurzfilme werden beim Fernsehsender ARTE und einige ausgewählte auf den Französischen Filmtagen Tübingen/Stuttgart und anderen Filmfestivals gezeigt.
https://www.arte.tv/de/videos/RC-017466/atelier-ludwigsburg-paris/


Deutsch-französische Festivals

Deutsch-französische Filmfestivals haben sowohl in Deutschland als auch in Frankreich eine lange Tradition. Und da nicht alle Filme aus dem Nachbarland auch im jeweils anderen Land in den Kinos anlaufen, bieten Festivals ausgezeichnete Gelegenheiten, die Kinolandschaft des anderen Landes kennenzulernen.

  • In Deutschland sind die Französischen Filmtage in Tübingen und Stuttgart das größte Festival zum französischen Film in Deutschland: https://franzoesische.filmtage-tuebingen.de/

  • In Paris findet seit 1995 jeden Oktober eine Woche lang das Festival du Cinema Allemand statt: http://www.festivalcineallemand.com

Oktober 2019


  • Rundbrief Nr 06
  • Veranstaltung: Ungleicher Wettbewerb – Der französische und der deutsche Film
  • Bericht/Postkarte: Der französische und der deutsche Film

Stottert der deutsch-französische Motor?

Details
Thema: Heutzutage: Fr., De., EU
  • Bericht
  • Juli 2019

Am 7. Juli 2019 ging es in unserem Salon mit dem Titel „Stottert der deutsch-französische Motor?“ um das aktuelle deutsch-französische Verhältnis.

Der emeritierte Professor für Geopolitik an der Sorbonne, Michel Korinman, und der Absolvent des deutsch-französischen Studiengangs der Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart und Sciences Po Bordeaux, Jonas Metzger, sprachen mit dem Publikum über die aktuelle Situation in der deutsch-französische Zusammenarbeit.

In der lebendigen Diskussion im gut besuchten Café des Kulturzentrums Merlin wurde deutlich, dass trotz großer Fortschritte das Verhältnis der beiden Länder keineswegs gefestigt ist, sondern dass wir unentwegt daran arbeiten müssen, die deutsch-französische Kooperation zu vertiefen und zu verbessern.


  • Veranstaltung: Stottert der deutsch-französische Motor?
  • Im Rundbrief: FDFK-Rundbrief Oktober 2019 - Nr 06.pdf

Rundbrief 30
Januar 2026
  • Neues Jahr, neue Projekte und ein Spendenaufruf

Inhaltsverzeichnis
  • Vereinsleben: Neues Jahr, neue Projekte und ein Spendenaufruf
  • Planung: Wir haben uns für das Frühjahr und den Frühsommer 2026 viel vorgenommen
  • Bericht - Postkarte: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik
  • Debatte: Was ist in Frankreich los?
Alle Rundbriefe
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