

Salon: Zwischen zwei Kulturen: „Parlez-vous pommes frites ?“
Am 21. April beginnen die Französischen Wochen 2026 im Großraum Stuttgart:
Salon Ausflug: Petrus Valdes aus Lyon und die Folgen
Für die junge Generation: Theater-Atelier um ein eigenes Märchen zu erfinden
Nach Jahren mancher Missverständnisse zwischen Emmanuel Macron und Olaf Scholz wurde die Wahl des Bundeskanzlers Merz als Chance für einen Neubeginn der deutsch-französischen Beziehungen gesehen. Die Hoffnung war berechtigt, denn Friedrich Merz hat in der Tat einige Tabus gebrochen: Deutschland darf sich jetzt verschulden, um die europäische Aufrüstung zu finanzieren und eine europäische Verteidigung wird angestrebt. Deutschlands Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten soll reduziert werden. Die französische Regierung freute sich.
Ein Jahr später scheinen Frankreich und Deutschland sich nicht mehr zu verstehen. Eine Reihe von ungeklärten Fragen hat die Kluft zwischen den beiden Ländern vertieft. Das Freihandelsabkommen Mercosur wird von den französischen Landwirten als Gefahr angesehen, während Merz das Abkommen als Chance für Deutschland begrüßt. Er hat nicht verstanden, dass Macron das Abkommen politisch nicht gegen die französischen Landwirte unterstützen kann.
Anderes Problem: Bundeskanzler Merz schlägt vor, die eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Finanzierung der militärischen Hilfe einzusetzen, während Frankreich und andere Länder Vorbehalte angemeldet haben.
Auf der anderen Seite möchte Präsident Macron ein europäisches Darlehen für den Aufbau einer von den USA unabhängigen europäischen Verteidigung. Der Vorschlag ist für Deutschland nicht annehmbar, denn er führt zu einer zusätzlichen Verschuldung. Er wurde als eine unpassende „Laune“ bezeichnet.
Das schwierige gemeinsame Kampfflugzeugprojekt ist auch ein Symptom der Krise.
Eigentlich nichts Neues. Frankreich tendiert dazu, hohe Staatsausgaben zu tätigen und verfolgt Maßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft. Deutschland muss exportieren und Wirtschaftsreformen durchziehen.
Aber angesichts der sehr angespannten internationalen Lage haben Frankreich und Deutschland keine Wahl: sie müssen sich schnell einig werden. Wenn sie es schaffen, wird es ein großer Schritt nach vorne sein.
März 2026
Catherine Gebhardt-Bernot
Jeux de plateaux

Quand: Dimanche 26 Avril 2026, 14 Uhr
Où: Bistro Einstein, Wilhelmsplatz 5, 70182 Stuttgart
Entrée: libre
Retrouvons-nous au bistrot pour jouer en français à des jeux de plateau.
Chacun est libre d'apporter ses jeux préférés.
Treffen wir uns entspannt im Bistro um Brettspiele auf Französisch zu spielen.
Jeder kann seine Lieblingsspiele mitbringen.
Historisches Chansonkonzert
Wann: Samstag, 2. Mai 2026, um 19:30
Wo: Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart-Mitte
Eintritt: 15€, ermässigt 10€
Sie lieben französisches Chanson, aber wie gut kennen Sie sie wirklich?
Begleiten Sie Alain Fougeras und seine Gitarre auf eine Reise durch verschiedene Epochen, während Nicolas Rist die verschiedenen Strömungen und Inspirationen erläutert – von Edith Piaf und Charles Aznavour über Serge Gainsbourg und Johnny Hallyday bis zu Patricia Kaas und Jean-Jacques Goldman.
Klassische Musik
Abschlusskonzert der Französischen Wochen 2026
Wann: Sonntag, 3. Mai 2026, um 17 Uhr
Wo: Großer Kursaal Stuttgart-Bad Cannstatt, Königsplatz 1, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt
Eintritt: 27 € Erwachsene / 22 € Mitglieder, Rentner und Menschen mit Behinderung / 12 € Schüler und Studenten
Anmeldung: 0174-7 70 89 37 / 0176-32 50 35 32
https://cultur-in-cannstatt.de/2026-2/cannstatter-klavierfruehling-2026/
„Fournel ist ein Tiger. Er besitzt dessen Kraft, Majestät, Flexibilität, Schnelligkeit, Wildheit und Eleganz.“ Bachtrack August 2021
Der französische Pianist Jonathan Fournel wurde im Frühjahr 2021 mit Bravour auf die internationale Bühne katapultiert, als er den begehrten Grand Prix des Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs gewann. Einige Jahre zuvor gewann Jonathan erste Preise beim Scottish International Piano Competition in Glasgow und Internationalen Viotti-Wettbewerb in Vercelli.
Was an Fournels Spiel neben seiner atemberaubenden Technik und seinem außergewöhnlichen Klangspektrum am meisten beeindruckt, ist die ausgewogene Mischung aus exquisiter Raffinesse und wildem Instinkt, seine natürliche Lyrik und die strahlende Klarheit seiner Interpretationen, die die Werke zum Leuchten bringen.
Programm
Er ist Gast bei Konzerthäusern und Festivals wie dem Concertgebouw Amsterdam, Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus Wien, Kioi Hall Tokyo, Rheingau Musik Festival, Verbier Festival, Klavier Festival Ruhr, Théâtre des Champs-Elyséesden Sommets Musicaux de Gstaad, der Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie de Paris, Radio France Auditorium, La Roque d'Anthéron Festival, Luxemburger Philharmonie, Royal Glasgow Concert Hall, Bozar Brüssel, Flagey, de Bijloke Gent, Kumho Art Hall Seoul, Tongyeong Concert Hall, Sala Saõ Paulo, Warschauer Philharmonie, Usher Hall in Edinburgh und Sala Verdi in Mailand sowie Louis Vuitton Foundation in Paris.
Er spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Stéphane Denève, Thomas Dausgaard, Eivind Gullberg Jensen, Michael Schonwandt, Peter Oundjian, Howard Griffiths, Alexandre Bloch, Daniel Raiskin, Hugh Wolff und Fan Tao sowie mit Orchestern wie dem NHK Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Brussels Philharmonic, Deutsche Radio Philharmonie, Orchestre de Chambre de Paris, Royal Scottish National Orchestra, Slovak Philharmonic, Macao Orchestra und dem Croatian Radio and Television Orchestra.
Fournel begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierunterricht, bevor er an das Konservatorium von Straßburg wechselte. Mit 12 Jahren wurde Jonathan an der Musikhochschule Saarbrücken in Deutschland in die Klassen von Prof. Robert Leonardy und Jean Micault aufgenommen. Mit 16 Jahren wurde er am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris aufgenommen, wo er bei Brigitte Engerer, Bruno Rigutto, Claire Désert und Michel Dalberto Unterricht hatte. Im September 2016 trat er für weitere fünf Jahre in die Klassen von Louis Lortie und Avo Kouyoumdjian an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel ein.
Kammermusik war ebenfalls schon immer ein wichtiger Teil seines musikalischen Schaffens. Er trat unter anderem mit Musikern wie Gautier Capuçon, Augustin Dumay und Victor Julien-Laferrière auf.
Im Oktober 2021 erschien ein Brahms-Album, das von den großen internationalen Medien begeistert aufgenommen wurde. In Frankreich wurde das Album mit dem begehrten Diapason Découverte-Preis und dem ffff-Preis von Telerama ausgezeichnet. Ein Mozart-Album mit den Konzerten 18 & 21 mit dem Mozarteum Orchester unter Howard Griffiths wurde von der Kritik hoch gelobt. Dieses Album ist Teil der Sammlung „New Generation Mozart Soloists“. Jonathans zweites Soloalbum bei Alpha Classics erschien im August 2024 und ist Chopin und Szymanowski gewidmet. Das Album wurde mit dem Choc Classica in Frankreich ausgezeichnet und hat bereits begeisterte Kritiken erhalten.
Organisation:
Kooperationspartner:


Anfang Februar hat das Ehepaar Sylvie Méron-Minuth und Christian Minuth (Pädagogische Hochschule Heidelberg) ihr Buch vorgestellt: “Bring mir bloß keinen Deutschen nach Hause! - Familiengeschichten deutsch-französischer Paare der Nachkriegszeit (1945 – 1963)”.
Sie haben Jahre lang recherchiert, Interviews geführt und Lebensgeschichten gesammelt. Sie präsentierten spannende und rührende Lebensgeschichten von binationalen Paaren der Nachkriegszeit.
Der Zuspruch für unseren Salon war sehr gut und die Diskussion war lebendig, was vielleicht auch daran liegt, dass es in Stuttgart recht viele Paare gibt, die in einer ähnlichen Situation sind.
Das Buch ist im Verlag Springer Fachmedien erschienen, Wiesbaden, 2024, Preis 32,99 €.
Die französische Version « Comme s´il n´y avait pas assez de Français ! Histoire de familles de couples franco-allemands de l´après-guerre (1945-1963) » wurde 2023 bei der Editions MAïA, Paris, 2023, verlegt. Preis 20 €.

Im Herbst möchten wir gern wieder ein Theater-Atelier an der Deutsch-Französischen Grundschule in Stuttgart-Sillenbuch initiieren.
Die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der deutschen und der französischen Abteilung sollen am Beispiel eines afrikanischen Märchens ein eigenes Märchen erfinden.
Das heißt, sie müssen das Märchen in sogenannten Ateliers/Workshops unter der Anleitung von künstlerischem und pädagogischem Fachpersonal in Form eines Textes mit verteilten Rollen entwickeln, dazu Musik und Tanzeinlagen einüben, Bühnenbilder malen und das Ganze dann proben bis zur Aufführung.
Während ihrer Arbeit werden die Kinder erleben, dass die afrikanischen Märchen den französischen und deutschen Märchen ähneln, die sie schon kennen. Und sie werden so erfahren, dass es eine große Weltkultur gibt.
Dieses Projekt können wir allerdings nur verwirklichen, wenn es neben der Unterstützung durch den Förderverein der Deutsch-Französischen Grundschule, auch der Landesverband Amateurtheater-BW unterstützt – der Antrag ist gestellt, eine Antwort des Landesverbands steht noch aus.
Kurzfilm und Diskussion
Wann: Sonntag, 19. April 2026, von 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart (S-Bahn Schwabstr.)
Eintritt: 10 € Tageskasse / 7,50 € für Schülerinnen und Studenten, Croissants und Getränke können bestellt werden.
Es präsentieren Studierende der Politischen Wissenschaften der Universitäten Bordeaux und Stuttgart ihren Kurzfilm zum Thema Humor.
Sind Deutsche eher ernst, diszipliniert und pünktlich? Und sind Franzosen stolz, humorvoll und unzuverlässig?
Orphée Daillet und Pauline Strempel sind acht Semester zwischen Deutschland und Frankreich gependelt und waren genervt und gelangweilt, ständig mit solchen Klischees konfrontiert zu werden. Warum ist es so? Kennen uns die anderen eigentlich? Und wie finden wir einen echten Einblick in die Kultur der anderen? Diese Fragen haben sich die Studierenden aus Bordeaux und Stuttgart gestellt und daraus ist dann ihr Kurzfilm entstanden.